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Interview: Line Captain Ray Dexter, 2. Offizier des TSD Deception
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Interview: Line Captain Ray Dexter, 2. Offizier des TSD Deception
14.01.2012 von Manion Senator
Manion Senator: Line Captain Ray Dexter, ich darf Sie herzlich willkommen heißen als einen weiteren Gast unserer Interviewreihe, welche das imperiale Militär den Bürgern der Galaxis näherbringen soll. Es freut mich, dass Sie sich bereit erklärt haben, den Medien Rede und Antwort zu stehen und ich hoffe die Umstände Ihrer Anreise halten Sie nicht allzu sehr von Ihren sonstigen Pflichten ab.
Ray Dexter: Momentan nicht, nein. Zwar gibt es auch außerhalb des Dienstes genug Dinge, die weiterhin bearbeitet werden müssen, für ein Interview reicht die Zeit aber natürlich vollkommen.
MS: Sie gehören als Line Captain und Zweiter Offizier auf einem Großkampfschiff mittlerweile nicht mehr zu den Frischlingen in der imperialen Navy. Sollte da außerhalb des Dienstes nicht relativ wenig Platz für "genug Dinge" sein? Was beinhaltet diese Umschreibung denn abgesehen von der üblichen Freizeit?
RD: Sie haben mich wohl falsch verstanden, Mr. Senator. Natürlich stimmt es, dass ich durch den Posten stark an das Schiff gebunden bin und damit die meiste Zeit des Jahres. Noch dazu muss ich mich auch um beispielsweise Berichte kümmern, wenn ich mich ganz wo anders befinde und zuhause bin und damit mal frei habe. Gerade so etwas habe ich mit meiner Umschreibung gemeint.
MS: Dann verstehen wir unter Pflichten wohl einfach etwas anderes. Aber lassen wir das mal beiseite. Sie sprechen von zuhause und meinen damit offensichtlich nicht, wie viele Soldaten, denen ich bisher begegnet bin, Ihre militärische Einheit. Was bedeutet für Sie denn derzeit zuhause ganz konkret?
RD: Da ich das Dienstliche und Persönliche voneinander trenne, wie es ja eh oft gemacht wird, ist meine Wohnung auf Coruscant ganz einfach mein Zuhause, während mein Schiff einfach meine Einheit ist.
MS: Laut Ihrer Akten haben Sie zwei Kinder, sind mit der Mutter aber offiziell nicht verheiratet. Wohnt die Familie denn trotzdem auf Coruscant unter einem Dach?
RD: Nein, wohnt sie nicht. Freundlicherweise kümmert sie sich neben ihren eigenen Kindern um die einer gemeinsamen Freundin, welche selbst durch ihren eigenen militärischen Dienst an der Erziehung gehindert ist. Deswegen wohnt sie auch nicht auf Coruscant, sondern dort, wo jene Freundin ein Haus besitzt.
MS: Das Militär scheint also selbst über Ihre eigene Person hinaus das Familien und Privatleben zu beeinflussen. Bedauern Sie diesen Umstand gelegentlich?
RD: Nicht wirklich. Am Ende macht es keinen Unterschied, ob ich nun zuhause in meiner Wohnung bin oder dorthin reise. Zumindest können die Kinder auf einem schöneren Planeten als Coruscant aufwachsen.
MS: Aber die meiste Zeit ohne einen Vater und im schlimmsten Fall als Halbwaisen. Dieser Umstand kümmert Sie nicht weiter?
RD: Doch, sicher kümmert mich dieser Umstand. Doch was soll ich dagegen tun? Dass es überhaupt so weit kommt und ich Kinder habe, hätte ich in meinem Alter noch nicht erwartet, trotzdem ist es geschehen und ich muss damit leben können. Meinen Dienst kann und werde ich dadurch nicht so einfach quittieren.
MS: Ihr Dienst im Militär und damit Ihre Karriere kommt demnach zuerst? Wie kommt es zu dieser doch recht klaren Überzeugung?
RD: Ich war schon Soldat, als ich Vater geworden bin. Daher habe ich meine Kinder und meine Freundin schon von Anfang an sehr selten gesehen und auf dem Schiff hat man normalerweise auch nicht die Möglichkeit in Kontakt mit ihnen zu treten. Das klingt jetzt hart, aber mir sind meine Kinder zumindest in dieser Hinsicht nicht so stark ans Herz gewachsen, sodass ich sie nicht ständig sehen muss.
MS: Daraus schließe ich, dass die Streitkräfte Ihnen zumindest deutlich ans Herz gewachsen sind. Was sind die Gründe dafür? Was macht für die die Anziehungskraft Ihres Berufs als Soldat aus?
RD: Ich denke doch, dass Sie diese Gründe in vorigen Interviews schon oft genug gehört haben, trotzdem ist es gerade die Kameradschaft zwischen den Soldaten, die einen dort hält. Man leistet seinen besonderen Dienst für die Galaxis und das Imperium ab. Gründe wie der Sold, gerade jetzt als zweiter Offizier, sind da eher nebensächlich; zumindest die meiste Zeit.
MS: Man hofft eben immer wieder darauf, auch mal überrascht zu werden und etwas Neues zu hören, Mister Dexter. Sie sprachen vom Dienst für die Galaxis. Wie sehen Sie denn Ihren Platz in der Galaxis? Gerade auch in der Zukunft. Immer der Krieger für die Sache des Imperiums oder ist da noch mehr?
RD: Früher war das schon noch der Fall, ja. Heutzutage hat sich diese Ansicht aber geändert. Man kann auch anders seinen Beitrag leisten und muss nicht als Zielscheibe in den Kampf schreiten und durch seinen eigenen Tod den Dienst ableisten. Das ist zwar etwas übertrieben, aber als Zweiter Offizier sollte man dieser Ansicht sowieso abschreiben.
MS: Damit haben Sie meine Frage nur halb beantwortet. Ich will Sie zwar zu keiner Antwort verpflichten, aber trotzdem: Ihre Zukunft ist klar eine in den Streitkräften?
RD: Vorerst auf jeden Fall, ja. Wie schnell sich das ändern kann, weiß ich nicht.
Ray Dexter – was steckt hinter der imperialen Fassade?
MS: Was wäre denn im Bereich des Möglichen? Gibt es keine Leidenschaften, Hobbies oder sonst irgendwelche Beschäftigungen, die Sie sich vielleicht auch beruflich vorstellen können?
RD: Es gibt zwar Vorstellungen, aus denen ich auch meinen späteren Beruf machen könnte, doch bis jetzt sind alle noch nicht konkret genug. Ich habe bis jetzt auch noch nicht besonders darüber nachgedacht.
MS: Aus Ihrer Weigerung diese Vorstellungen mit der Öffentlichkeit zu teilen, schließe ich, dass diese eher privater Natur sind. Bisher konnte ich nur einen recht schlichten und einfachen Blick auf Sie bekommen, trotz der vielen Fragen. Was gibt es mehr über Ray Dexter zu wissen, als seine Rollen als Soldat und Familienvater zeigen?
RD: Wenn Sie schon so fragen, Mr. Senator, habe ich mich bis jetzt ja hervorragend als Offizier des Imperiums verhalten und damit möglichst wenig verraten. Zumindest so viel wie in den Akten auch steht. Doch was soll ich Ihnen bloß als Antwort geben? Schließlich sollten Geheimnisse auch geheim bleiben, nicht wahr?
MS: Wenn Sie aus Ihrer Person als Individuum ein Geheimnis machen wollen und somit dem imperialen Soldaten kein menschliches Gesicht verleihen, dann stimmt das sicher. Damit befeuern Sie wahrscheinlich nur die Gerüchte vom charakterlosen Bild, das in der Öffentlichkeit ohnehin herrscht. Steht denn im imperialen Militärhandbuch, dass Soldaten keine Menschen, sondern geheimnisumwitterte Persönlichkeiten sein müssen?
RD: So wie ich die Ausgaben der GINN, so weit wie es möglich war, gelesen habe, haben die Imperialen genug menschliche Gesichter. Jetzt kann ich Sie fragen, Mr. Senator, warum Sie denn bis jetzt keine Interviewreihe zur Dritten Republik gemacht haben, um auch von ihnen ein öffentliches Bild zu bekommen? Natürlich steht es da nicht, aber ich fange deswegen ja auch nicht an über militärische Geheimprojekte und Kampagnen zu sprechen. Also mache ich das auch nicht von mir.
MS: Möglicherweise könnte es daran liegen, dass das Militär der Dritten Republik keine Imageaufbesserung benötigt und die Angehörigen der republikanischen Streitkräfte grundsätzlich menschlicher und offener in der Öffentlichkeit auftreten und kein Geheimnis aus ihrer Menschlichkeit machen. Bevor dieses Interview jedoch zu einer Diskussion wird, möchten Sie noch ein paar Worte an die galaktische Bevölkerung richten, ohne von mir konkret nach etwas gefragt worden zu sein? Ein kurzes Statement? Grüße?
RD: Dann kann man diese Reihe also als Geschenk betrachten? Verstehe ... Zum Abschluss möchte ich zumindest meine Familie grüßen.
MS: Die wird sich sicher freuen. Ich danke Ihnen an dieser Stelle für das Gespräch und wünsche Ihnen das Beste für Ihre Zukunft. Hoffentlich finden Sie Ihren Weg, auch wenn Sie noch nicht entscheiden haben, wohin er Sie genau führen sollen.
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